Die Echo-Sklerotherapie ist eine Behandlung von Krampfadern, die unter Ultraschallkontrolle durchgeführt wird. Bei dieser Technik wird ein starkes Sklerosierungsmittel mithilfe von Ultraschallbildgebung direkt in die Zielvene injiziert. Ziel ist es, eine kontrollierte Entzündungsreaktion in der Venenwand zu erzeugen, um das Lumen des Gefäßes zu verschließen. Auf diese Weise werden das Erscheinungsbild und die Symptome von Krampfadern deutlich reduziert.

Bei Patienten, bei denen ein Reflux im tiefen oder oberflächlichen Venensystem festgestellt wird, bietet die Echo-Sklerotherapie eine minimalinvasive Alternative zur Operation. Dank der Ultraschallführung während des Eingriffs wird die Injektionsgenauigkeit erhöht und das Risiko von Komplikationen minimiert. Die Behandlung erfolgt in der Regel ambulant und erfordert keine Anästhesie.

Zu den Vorteilen der Echo-Sklerotherapie gehören eine schnelle Genesung, geringe Kosten und kosmetisch zufriedenstellende Ergebnisse. Wenn das Sklerosierungsmittel in Schaumform verwendet wird, verlängert sich die Kontaktzeit mit der Venenwand, was die Wirksamkeit erhöht. Das Tragen von Kompressionsstrümpfen nach dem Eingriff unterstützt den Behandlungserfolg.

In der Zeit nach der Behandlung können kurzfristig Rötungen oder Druckempfindlichkeit auftreten; diese Nebenwirkungen sind jedoch in der Regel vorübergehend. Durch regelmäßige Ultraschallkontrollen werden der Verschluss der Vene und die Entwicklung eines neuen Refluxes überwacht. Wenn die Echo-Sklerotherapie von einem erfahrenen Arzt bei geeigneter Patientenauswahl durchgeführt wird, bietet sie eine hohe Erfolgsrate.

Phlebologe & Facharzt für Gefäßchirurgie
Op. Dr. İlker Zan
Venenklinik

Nach Abschluss seiner Facharztausbildung in Herz- und Gefäßchirurgie spezialisierte sich Op. Dr. İlker Zan insbesondere in den Bereichen Phlebologie und Gefäßchirurgie weiter. Seit vielen Jahren führt er nicht-chirurgische Krampfadernbehandlungen durch. Nachdem er in mehreren öffentlichen Einrichtungen und privaten Krankenhäusern tätig war, gründete er 2019 seine eigene Klinik in Alanya und setzte dort seine Behandlungen fort. Im Jahr 2025 bietet er seine Dienstleistungen weiterhin in der von ihm in Antalya gegründeten Dr. ZAN Venenklinik an.

Über mich Kontakt

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Echo-Sklerotherapie und wie wirkt sie auf eine Krampfader?

Das Hauptziel dieser Behandlung besteht darin, eine erweiterte, funktionsgestörte Krampfader, die einen Rückfluss (Reflux) aufweist, von innen zu verschließen, anstatt sie chirurgisch zu entfernen. Hierfür wird ein spezielles Medikament namens „Sklerosans“ verwendet.

Dieses Medikament wirkt wie ein Reinigungsmittel; indem es die Proteinstruktur der Endothelschicht, die die Innenseite der Vene auskleidet, zerstört, erzeugt es eine kontrollierte chemische Verletzung. Der Körper nimmt dies als „Wunde“ wahr und startet sofort einen Reparaturprozess. Dieser Prozess bewirkt zunächst eine Kontraktion der Vene, dann das Aneinanderhaften der Wände und schließlich deren Umwandlung in dauerhaftes Bindegewebe, das als „Fibrose“ bezeichnet wird. Der Blutfluss wird dann automatisch auf benachbarte gesunde Venen umgeleitet.

Warum ist die „Schaumtherapie“ wirksamer als flüssiges Medikament?

In der Vergangenheit wurde die Sklerotherapie nur mit der flüssigen Form des Medikaments durchgeführt. Dies war jedoch insbesondere bei großen, unter hohem Druck stehenden Hauptvenen (z. B. den Stammvenen) nicht sehr erfolgreich. Der Grund dafür ist, dass sich die Flüssigkeit schnell mit dem Blut in der Vene vermischt, verdünnt (ihre Konzentration verringert) und rasch neutralisiert wird.

Die „Schaumform“ war ein echter Durchbruch in dieser Behandlung. Durch Mischen des Medikaments mit Luft oder speziellen Gasen mithilfe einer bestimmten Technik (der Tessari-Methode) wird ein dichter Mikroschaum erzeugt. Dieser Schaum hat gegenüber der Flüssigkeit enorme Vorteile:

  • Kolbeneffekt (Verdrängung des Blutes): Schaum ist wesentlich dichter als Flüssigkeit. Sobald er in die Vene eingebracht wird, mischt er sich nicht mit dem Blut, sondern schiebt es wie ein Kolben vor sich her und verdrängt es aus der Vene. Dies ist entscheidend, da das „Blut“, das das Medikament inaktivieren würde, aus der Umgebung entfernt wird.
  • Maximaler Kontakt (vergrößerte Oberfläche): Wenn 1 ml flüssiges Medikament mit 4 ml Luft vermischt wird, entstehen 5 ml dichter Schaum. Die Millionen von Mikrobläschen in diesem Schaum vergrößern die Oberfläche des Medikaments um ein Vielfaches. Dadurch kann das Medikament jeden Punkt der Venenwand erreichen.
  • Starke Wirkung (verlängerter Kontakt): Da das Blut verdrängt wird, bleibt das konzentrierte, unverdünnte Medikament auf den Blasenoberflächen viel länger in direktem Kontakt mit dem Endothel. Dies maximiert die Verschlusswirkung.
  • Vasospasmus (Verengung): Der Schaum selbst löst eine starke „Spasmus“-Reaktion in der Venenwand aus. Die Vene zieht sich sofort zusammen und ihre Wände nähern sich einander an. Diese physikalische Verengung verstärkt die chemische Wirkung zusätzlich und erhöht die Wahrscheinlichkeit eines dauerhaften Verschlusses.

Welche Rolle spielt der Ultraschall (Echo)? Warum wird die Echo-Sklerotherapie unter Ultraschall durchgeführt?

Das „Echo“ (Ultraschall) im Namen der Behandlung ist ihr wichtigster Bestandteil. Man kann sich den Ultraschall als unsere „Augen“ bei diesem Verfahren vorstellen. Ohne Ultraschall wäre die Durchführung der Schaumtherapie in tiefer liegenden Hauptvenen einem Blindflug gleichzusetzen und könnte äußerst riskant sein.

Der Ultraschall hat in dieser Behandlung vier Funktionen.

  • Voruntersuchung und Kartierung: Vor Beginn wird das Bein des Patienten sowohl im Stehen als auch im Liegen detailliert per Ultraschall untersucht. Dabei wird eine „Krampfaderkarte“ erstellt, die Fragen beantwortet wie: Welche Vene zeigt Reflux? Wo liegt die Refluxquelle? Wie groß sind die Venendurchmesser? Verläuft die Vene gerade oder geschlängelt? Der Behandlungsplan basiert auf dieser Karte.
  • Echtzeit-Nadelkontrolle: Während des Eingriffs wird die Zielvene auf dem Ultraschallbildschirm lokalisiert. Das Eindringen der Nadel oder Kanüle in die Vene wird auf dem Bildschirm millimetergenau verfolgt. Es wird zu 100 % bestätigt, dass sich die Nadelspitze im Zentrum des Venenlumens befindet.
  • Überwachung der Schaumverteilung und Dosierung: Der Schaum erscheint im Ultraschall als „hellweiß“ (echogen). Während das Innere der Vene normalerweise „schwarz“ (anechogen) aussieht, kann man beim Injizieren sehen, wie sich dieser schwarze Bereich mit weißem Schaum füllt. Das gibt uns hervorragende Kontrolle: Wir sehen, wie weit der Schaum vordringt, in welche Seitenäste er gelangt und vor allem, ob er das tiefe Venensystem erreicht. Die Injektion wird gestoppt, sobald der Schaum den gewünschten Endpunkt erreicht. Dies nennt man „wirkungsbasierte Dosierung“ – das wichtigste Sicherheitsprinzip der Behandlung.
  • Nachkontrolle: Unmittelbar nach der Injektion wird die endgültige Schaumverteilung in der Vene und die Reaktion der Vene (ob sie sich verengt hat) überprüft. In den folgenden Wochen wird per Ultraschall beurteilt, ob die behandelte Vene vollständig verschlossen ist, ob sich ein Thrombus gebildet hat oder ob eine Wiedereröffnung (Rekanalisation) erfolgt ist.
Um einen Termin für nicht-chirurgische Krampfadernbehandlungen zu vereinbaren
Um einen Termin für nicht-chirurgische Krampfadernbehandlungen zu vereinbaren
Sie können uns über WhatsApp kontaktieren, indem Sie auf die Schaltfläche klicken.
Sie können uns über WhatsApp kontaktieren, indem Sie auf die Schaltfläche klicken.
Um einen Termin für nicht-chirurgische Krampfadernbehandlungen zu vereinbaren
Um einen Termin für nicht-chirurgische Krampfadernbehandlungen zu vereinbaren
Sie können uns über WhatsApp kontaktieren, indem Sie auf die Schaltfläche klicken.
Sie können uns über WhatsApp kontaktieren, indem Sie auf die Schaltfläche klicken.

In welchen Situationen wird die Echo-Sklerotherapie (Schaumtherapie) bevorzugt?

In der modernen Krampfaderbehandlung gibt es kein „Einheitsverfahren“ mehr. Thermische Methoden wie Laser (EVLA) und Radiofrequenz (RFA) liefern insbesondere bei Stammveneninsuffizienz (große und kleine Saphena) hervorragende Langzeitergebnisse. Die Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Gefäßchirurgie (ESVS) von 2022 empfehlen diese thermischen Methoden auch als Erstwahl für die Behandlung der Stammvenen.

Die Echo-Sklerotherapie ist jedoch nicht von dieser Gleichung ausgeschlossen. Im Gegenteil – in vielen Situationen, in denen Laser oder Radiofrequenz unzureichend, ungeeignet oder allein nicht ausreichend sind, stellt sie eine „primäre“ Behandlungsoption oder eine ergänzende „Problemlöser“-Therapie dar.

Situationen, in denen die Echo-Sklerotherapie die erste Wahl ist:

  • Variköse Seitenäste: Nach der Laser-/RF-Behandlung der Stammvene ist die Echo-Sklerotherapie der Goldstandard für die Behandlung der verbleibenden sichtbaren, grünlich geschlängelten großen Varizen. Die US-amerikanischen SVS/AVF-Leitlinien von 2023 empfehlen für diese Venen die Echo-Sklerotherapie (oder Miniphlebektomie) mit „Grad 1B“ (starke Empfehlung).
  • Rezidivierende Krampfadern (REVAS): Bei Patienten, die zuvor eine Varizenoperation (Stripping) hatten, kommt es häufig zu Narbenbildung, die das Einführen eines Laser-/RF-Katheters unmöglich macht. Schaum kann aufgrund seiner flüssigen Beschaffenheit problemlos in diese komplexe, verzerrte Anatomie eindringen und ist daher „besonders geeignet“ für Rezidivfälle.
  • Sehr geschlängelte Venen: Laser- oder RF-Katheter sind starre, gerade Geräte. Wenn eine Vene stark geschlängelt ist und S-förmige Krümmungen bildet, können diese Katheter nicht passieren. Der Schaum kann diesen verschlungenen Wegen folgen und die Vene behandeln.
  • Venen, die zu oberflächlich oder zu klein für Laser/RF sind: Die Hitze des Lasers kann bei sehr hautnahen Venen ein Verbrennungsrisiko darstellen. Da die Schaumtherapie keine Wärme erzeugt, besteht dieses Risiko hier nicht.

Kann die Echo-Sklerotherapie bei Patienten mit venösen Ulzera (Beingeschwüren) durchgeführt werden?

Ja – das ist tatsächlich eine der stärksten und wirksamsten Indikationen für die Echo-Sklerotherapie. Das fortgeschrittenste Stadium (C6) der „chronischen venösen Insuffizienz“ beinhaltet nicht heilende Wunden (venöse Ulzera) am Unterschenkel. Das größte Hindernis für die Heilung ist ein übermäßig hoher Venendruck an der Ulkusstelle.

Die Ursache für diesen hohen Druck sind oft „insuffiziente Perforansvenen“. Dabei handelt es sich um kurze Verbindungsvenen zwischen dem oberflächlichen und dem tiefen System. Während sie normalerweise das Blut in eine Richtung – von oberflächlich zu tief – leiten sollten, erlauben defekte Klappen den Rückfluss (von tief zu oberflächlich) – also zurück in den Bereich des Ulkus.

Die gezielte Echo-Sklerotherapie dieser Perforansvenen kann die Heilung des Ulkus erheblich beschleunigen. Eine hochwertige wissenschaftliche Studie (Level 1) hat dies eindeutig gezeigt. In der Studie wurden Patienten mit venösen Ulzera in zwei Gruppen eingeteilt:

  • Gruppe A (Behandlung): Kompression (Bandage/Strumpf) + Echo-Sklerotherapie der Perforansvenen
  • Gruppe B (Kontrolle): Nur Kompression (Bandage/Strumpf)

Die Ergebnisse waren bemerkenswert.

  • Ulkus-Heilungszeit: In Gruppe A betrug die mittlere Zeit bis zur Ulkusheilung 35 Tage, verglichen mit 56 Tagen in Gruppe B. (p = .008)
  • Vollständige Heilungsrate: Nach 3 Monaten waren 97 % (28/29) in der Echo-Sklerotherapiegruppe vollständig geheilt, verglichen mit 75 % (27/36) in der Kontrollgruppe. (p = .01)
  • Ulkusgrößenreduktion: Die Echo-Sklerotherapiegruppe zeigte eine „signifikant schnellere“ Reduktion der Ulkusgröße. (p < .0001)

Diese Ergebnisse belegen, dass die Schaumbehandlung der Perforansvenen eine hochwirksame, gezielte Intervention ist, die den lokalen Venendruck schnell senkt und dadurch die Ulkusheilung beschleunigt.

Ist die Schaumtherapie auch für spezielle Patientengruppen geeignet?

Ja, absolut. Aufgrund ihrer minimalinvasiven Natur ist die Echo-Sklerotherapie eine Erstlinientherapie für bestimmte Patientengruppen.

Zum Beispiel ist sie bei Patienten mit schweren Herz-, Lungen- oder Nierenerkrankungen, bei denen eine Vollnarkose riskant oder eine Operation nicht möglich ist, eine „besonders nützliche“ und sichere Option.

Ebenso ist sie bei adipösen Patienten, bei denen ein chirurgischer Zugang schwierig sein kann, eine wirksame Alternative unter Ultraschallkontrolle.

Welche Vorteile hat die Echo-Sklerotherapie gegenüber anderen Krampfaderbehandlungen (Laser, Operation)?

Der Vorteil der Echo-Sklerotherapie gegenüber Laser (EVLA) oder Radiofrequenz (RFA) liegt nicht in einer höheren Langzeitbeständigkeit (Laser/RF sind bei Stammvenen langlebiger), sondern darin, dass das Verfahren selbst wesentlich einfacher, komfortabler und vielseitiger ist.

Für Patienten ergeben sich daraus folgende Vorteile:

  • Keine Anästhesie erforderlich: Es wird keine Allgemein- oder Spinalanästhesie benötigt.
  • Keine „Tumeszenzanästhesie“: Dies ist der wichtigste Unterschied zu Laser/RF. Da Laser und RF Venen mit Wärme verschließen, muss zur Schmerzlinderung und zum Schutz der umliegenden Gewebe (Nerven, Haut) große Mengen gekühlter Anästhesieflüssigkeit („Tumeszenzanästhesie“) entlang der Vene injiziert werden. Dies ist der schmerzhafteste und zeitaufwändigste Teil. Bei der Echo-Sklerotherapie wird keine Wärme erzeugt, daher ist diese aufwändige Anästhesie nicht nötig.
  • Keine Schnitte, Nähte oder Narben: Der Eingriff erfolgt ausschließlich über Nadelstiche.
  • Kann in der Praxis durchgeführt werden: Kein Operationssaal erforderlich.
  • Keine anatomischen Einschränkungen: Wie oben erwähnt, erreicht der Schaum Bereiche, die der Laser nicht erreichen kann – stark geschlängelte, oberflächliche oder wiederkehrende Venen.
  • Leicht wiederholbar: Wenn kein vollständiger Verschluss erreicht wird oder sich Jahre später eine kleine Wiedereröffnung zeigt, kann der Eingriff einfach und sicher wiederholt werden.
  • Kostengünstig: Da keine teuren Kathetertechnologien wie Laser/RF erforderlich sind und keine Operations- oder Anästhesiekosten entstehen, ist die Methode deutlich wirtschaftlicher.
Kontaktieren Sie uns
Sie können das Formular ausfüllen, um einen Online-Termin anzufordern. Unser Team wird sich so schnell wie möglich mit Ihnen in Verbindung setzen.



    Wer sollte keine Schaumtherapie (Echo-Sklerotherapie) erhalten?

    Obwohl die Echo-Sklerotherapie äußerst sicher ist, gibt es wie bei jedem medizinischen Eingriff Situationen, in denen sie nicht durchgeführt werden sollte. Die europäischen Leitlinien zur Sklerotherapie definieren diese klar.

    Es gibt zwei Gruppen von Kontraindikationen:

    • Absolute Kontraindikationen (Behandlung darf nicht durchgeführt werden):
    • Eine bekannte, nachgewiesene schwere (anaphylaktische) Allergie gegen das verwendete Sklerosierungsmittel (Polidocanol oder STS).

    Akute tiefe Venenthrombose (TVT) oder Lungenembolie zum Zeitpunkt der Behandlung.

    Aktive Infektion oder Wunde im zu behandelnden Beinbereich.

    Bettlägerige Patienten mit anhaltender Immobilität.

    Schaumspezifisch: Vorhandensein eines bekannten, symptomatischen „Rechts-Links-Shunts“ (Persistierendes Foramen ovale – PFO). Dies ist eine Öffnung zwischen den Vorhöfen, durch die Schaumblasen ins Gehirn gelangen können.

    Relative Kontraindikationen (individuelle Risiko-Nutzen-Abwägung erforderlich):

    • Schwangerschaft (insbesondere im ersten und letzten Trimester) und Stillzeit.
    • Schwere periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) der Beine.
    • Hohes Thromboserisiko (Thrombophilie, aktive Krebserkrankung).
    • Akute oberflächliche Thrombophlebitis.

    Schaumspezifisch: Auftreten vorübergehender Sehstörungen, schwerer Migräneattacken oder neurologischer Symptome nach einer früheren Schaumbehandlung.

    Wie erfolgreich ist die Echo-Sklerotherapie und ist diese Krampfaderbehandlung dauerhaft?

    Die Antwort hängt davon ab, welche Vene behandelt wird und über welchen Zeitraum man betrachtet.

    Kurz- und mittelfristig (1–2 Jahre) ist die Echo-Sklerotherapie sehr erfolgreich. Studien zeigen Verschlussraten der Hauptvenen (GSV) von etwa 85–90 % nach einem Jahr. Der Erfolg ist bei Seitenästen und Rezidivvenen noch höher. Verbesserungen der Lebensqualität und Symptomlinderung (Schmerzen, Krämpfe, Schwellungen) sind ebenso deutlich.

    Langfristig (nach 5 Jahren und mehr) sind Laser- und Radiofrequenzmethoden insbesondere für Stammvenen wissenschaftlich nachweislich langlebiger. In einer großen randomisierten 5-Jahres-Studie lag die Verschlussrate nach 5 Jahren bei 93 % für Laser (EVLA) gegenüber 64 % für Echo-gestützte Schaumsklerotherapie (UGFS) (p = .001).

    Das bedeutet jedoch nicht, dass die Echo-Sklerotherapie eine schlechte Methode ist. Es legt vielmehr folgende Strategie nahe: Wenn die Stammvene gerade und für den Laser geeignet ist, sollte der Laser wegen seiner Langzeitbeständigkeit bevorzugt werden. Da jedoch die meisten Patienten auch Seitenäste haben, die mit dem Laser nicht behandelt werden können, ist der Schaum dort unverzichtbar.

    Wenn die Vene für den Laser ungeeignet ist (geschlängelt, rezidivierend, oberflächlich usw.), bleibt die Schaumtherapie – mit einer 5-Jahres-Erfolgsrate von 64 % – eine ausgezeichnete Option. Die restlichen 36 % (oft nur Teilwiedereröffnungen) können meist problemlos mit einer einfachen Nachbehandlung korrigiert werden – auch noch Jahre später.

    Wenn die Vene für den Laser ungeeignet ist (geschlängelt, rezidivierend, oberflächlich usw.), bleibt die Schaumtherapie – mit einer 5-Jahres-Erfolgsrate von 64 % – eine ausgezeichnete Option. Die restlichen 36 % (oft nur eine teilweise Wiedereröffnung statt einer vollständigen Rekanalisation) können in der Regel problemlos mit einer einfachen zusätzlichen Sitzung selbst nach fünf Jahren erneut behandelt werden.

    Welche Nebenwirkungen können nach der Echo-Sklerotherapie (Schaumtherapie) auftreten?

    Das Sicherheitsprofil ist sehr hoch. Die große Mehrheit der Nebenwirkungen sind vorübergehende, lokale und harmlose Reaktionen. Schwere Komplikationen sind äußerst selten.

    Häufige (10–30 %) und vorübergehende Nebenwirkungen:

    • Hyperpigmentierung (Verfärbung): Eine bräunliche Verfärbung entlang des behandelten Venenverlaufs. Dabei handelt es sich nicht um eine Verbrennung, sondern um eine „rostähnliche“ Färbung, die durch Eisen (Hämosiderin) aus roten Blutkörperchen verursacht wird, die aus der Vene in die Haut austreten. Sie verschwindet meist innerhalb von 6–12 Monaten von selbst.
    • Matting (Teleangiektatisches Matting): Bildung neuer, feiner roter Kapillarnetze um das behandelte Areal. Dies ist eine „Angiogenese“-Reaktion und bildet sich normalerweise innerhalb von 3–12 Monaten spontan zurück.
    • Oberflächliche Thrombophlebitis: Eine ausgeprägte Entzündungsreaktion auf das in der behandelten Vene gebildete (gewünschte) Gerinnsel. Sie äußert sich als schmerzhafte, feste, rötliche, strangartige Schwellung. Sie ist nicht gefährlich, aber unangenehm; sie heilt mit geeigneten Maßnahmen (Kühlung, entzündungshemmende Medikamente) schnell ab.

    Seltene (< 1 %) systemische Nebenwirkungen:

    Diese hängen fast ausschließlich mit den Gasblasen im Schaum (nicht mit dem Medikament selbst) zusammen, die in den Kreislauf gelangen. Besonders bei Menschen mit PFO können Mikroblasen in die Hirnzirkulation übertreten.

    • Vorübergehende Sehstörungen (Lichtblitze, Verschwommenheit)
    • Vorübergehende Kopfschmerzen oder Auslösen einer Migräneattacke
    • Vorübergehendes Engegefühl in der Brust oder trockener Husten

    Fast alle diese Symptome verschwinden innerhalb von 5–15 Minuten spontan ohne Folgen. Neurologische Ereignisse wie transitorische ischämische Attacken (TIA) sind äußerst selten. Das Risiko einer tiefen Venenthrombose (TVT) liegt deutlich unter 1 %.

    Welche Vorsichtsmaßnahmen werden während der Schaumtherapie getroffen, um diese Risiken zu minimieren?

    Diese seltenen Risiken werden durch die Einhaltung einfacher, aber strenger Regeln minimiert. Eine erfahrene Hand folgt stets diesen Sicherheitsprotokollen:

    • Sorgfältige Patientenauswahl: Vor dem Eingriff werden Patienten stets nach PFO, Migräne oder ähnlichen früheren Symptomen befragt. Bei Verdachtsfällen wird Schaum vermieden.
    • Kontinuierliche Ultraschallüberwachung: Die Ausbreitung des Schaums in Richtung tiefer Venen wird in Echtzeit beobachtet, und die Injektion wird sofort gestoppt, sobald ein Risiko erkannt wird.
    • Begrenzung des Schaumvolumens: Das Gesamtvolumen pro Sitzung wird in der Regel auf etwa 10 ml beschränkt, um die systemische Gasbelastung zu reduzieren.
    • Gaswahl: Bei Patienten mit PFO-Risiko oder zu neurologischen Symptomen neigenden Personen kann Kohlendioxid ({CO}2), das sich wesentlich schneller im Blut auflöst, anstelle von Raumluft verwendet werden.

    Ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen nach der Echo-Sklerotherapie notwendig?

    Die Nachbehandlung mit Kompression (Bandage oder Strümpfe) ist ein Standardbestandteil der Therapie. Es besteht jedoch kein klarer Konsens darüber, wie lange sie getragen werden sollten, und die wissenschaftliche Evidenz ist begrenzt.

    Während früher längere Tragezeiten empfohlen wurden, ist der heutige Trend, die Dauer zu verkürzen. Die ESVS-Leitlinien von 2022 haben die Empfehlung zur Kompression nach Stammvenenbehandlung aufgrund schwächerer Evidenz herabgestuft.

    Die allgemein anerkannte moderne Praxis besteht darin, nach dem Eingriff 24–48 Stunden zu bandagieren und anschließend etwa eine Woche lang (tagsüber) Kompressionsstrümpfe zu tragen. Ziel ist es, das Zusammenhaften der Venenwände zu unterstützen und Schmerzen durch oberflächliche Phlebitis zu reduzieren. Es gibt keine starke wissenschaftliche Evidenz dafür, dass längeres Tragen zusätzliche Vorteile bringt.

    Fazit: Welche Rolle spielt die Echo-Sklerotherapie in der Behandlung von Krampfadern?

    Die Echo-Sklerotherapie ist eines der vielseitigsten, flexibelsten und unverzichtbarsten Werkzeuge in der modernen Behandlung der venösen Insuffizienz.

    Sie ist keine Wundermethode, die jede Krampfader allein behandeln kann, aber sie ist eine hervorragende „ergänzende“ und „lösungsorientierte“ Option, wo andere Methoden (Laser, Radiofrequenz) nicht geeignet oder nicht einsetzbar sind.

    Die Rolle der Echo-Sklerotherapie in der modernen Krampfaderbehandlung lässt sich wie folgt zusammenfassen:

    • Primärbehandlung: Nicht-teleangiektatische Seitenäste.
    • Primärbehandlung: Rezidivierende (postoperative) Krampfadern (REVAS).
    • Primärbehandlung: Stark geschlängelte Venen, in die Laser/RF-Katheter nicht eingeführt werden können.
    • Primärbehandlung: Hochrisikopatienten, Patienten mit Anästhesiekontraindikationen oder Adipositas.
    • Primärbehandlung: Perforansinsuffizienz bei Patienten mit venösen Ulzera (C6) zur Beschleunigung der Wundheilung.
    • Sekundärbehandlung: Stammveneninsuffizienz (GSV/SSV), wenn Laser/RF nicht möglich oder vom Patienten nicht gewünscht ist.
    • Zusatzbehandlung: Alle verbleibenden Seitenäste nach Stammvenenbehandlung mit Laser/RF.

    Da sie kosteneffizient, sicher und ohne Anästhesie im Praxisumfeld durchgeführt werden kann, ist die Echo-Sklerotherapie eine unschätzbare Behandlungsoption für Patienten und Ärzte.

    Häufig gestellte Fragen

    In welchen Fällen wird die Echo-Sklerotherapie bevorzugt?

    Die Echo-Sklerotherapie ist eine Behandlung von Krampfadern unter Ultraschallkontrolle. Sie wird bei tief liegenden oder nicht sichtbaren Venenerweiterungen angewendet und ist besonders wirksam bei Venen, die mit konventioneller Schaumsklerotherapie nicht erreicht werden können.

    Wie wird die Echo-Sklerotherapie durchgeführt?

    Während des Eingriffs wird die betroffene Vene mit einem Ultraschallgerät dargestellt. Mit einer feinen Nadel wird ein Sklerosierungsmittel in die Vene injiziert. Dieses Mittel verschließt die Venenwand, stoppt den Blutfluss, und die Vene verschwindet allmählich.

    Gibt es einen Unterschied zwischen Echo-Sklerotherapie und Schaumsklerotherapie?

    Ja. Die Schaumsklerotherapie wird bei oberflächlicheren Venen angewendet, während die Echo-Sklerotherapie unter Ultraschallkontrolle zur Behandlung tiefer oder verbindender Venen eingesetzt wird. Dadurch ist die Behandlung gezielter und sicherer.

    Wie verläuft die Genesung nach einer Echo-Sklerotherapie?

    Patienten können in der Regel unmittelbar nach dem Eingriff gehen. Leichte Blutergüsse, Verhärtungen oder Juckreiz können auftreten, verschwinden aber innerhalb weniger Tage. Die vollständige Genesung erfolgt innerhalb von 2–4 Wochen.

    Ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen nach der Echo-Sklerotherapie notwendig?

    Ja, das Tragen von Kompressionsstrümpfen wird im Allgemeinen für etwa eine Woche nach dem Eingriff empfohlen. Dies unterstützt den Venenverschluss und reduziert das Risiko von Komplikationen.

    Bietet die Echo-Sklerotherapie eine dauerhafte Lösung?

    Die behandelte Vene verschließt sich dauerhaft, aber neue Krampfadern können an anderen Stellen entstehen. Regelmäßige Nachkontrollen und Lebensstiländerungen sind wichtig für den langfristigen Erfolg.

    Was ist nach der Echo-Sklerotherapie zu beachten?

    Heiße Bäder, Saunen oder langes Stehen sollten nach dem Eingriff vermieden werden. Tägliches Gehen fördert die Durchblutung und beschleunigt die Genesung.

    Ist die Echo-Sklerotherapie schmerzhaft?

    Der Eingriff ist in der Regel nahezu schmerzfrei. Abgesehen vom kurzen Einstich der feinen Nadel gibt es keine nennenswerte Beschwerden.

    Gibt es Nebenwirkungen nach der Echo-Sklerotherapie?

    Vorübergehende Blutergüsse, leichte Verhärtungen oder Hautverfärbungen können auftreten. In seltenen Fällen können oberflächliche Gerinnsel oder allergische Reaktionen entstehen, die jedoch leicht behandelbar sind.

    Wer ist kein geeigneter Kandidat für die Echo-Sklerotherapie?

    Die Echo-Sklerotherapie wird nicht während der Schwangerschaft, bei Gerinnungsstörungen oder aktiven Infektionen empfohlen. Vor der Behandlung sollte stets eine Venenkartierung erfolgen.

    Neueste Beiträge

    Kosten der Krampfaderbehandlung

    Die Preise für die Behandlung von Krampfadern werden direkt gemäß einem individuell für jede Patientin [...]

    Weiterlesen ➜
    Worauf sollten Sie vor und nach der Krampfaderbehandlung achten?

    Eine erfolgreiche Krampfaderbehandlung hängt von zwei kritischen Phasen ab. Der wichtigste Schritt vor der Behandlung [...]

    Weiterlesen ➜
    Kehren behandelte Krampfadern zurück?

    Nach der Behandlung von Krampfadern besteht ein Rückfallrisiko, doch dieses Risiko kann durch eine geeignete [...]

    Weiterlesen ➜