Die Preise für die Behandlung von Krampfadern werden direkt gemäß einem individuell für jede Patientin und jeden Patienten erstellten Behandlungsplan festgelegt. Daher gibt es auf diese Frage keine feste, einheitliche Antwort. Die Gesamtkosten werden von vielen Variablen bestimmt, wie dem technologischen Niveau der verwendeten modernen Behandlung (Unterschiede zwischen nicht-chirurgischen Methoden), dem aktuellen Krankheitsstadium und dem Ausmaß der Ausbreitung in den Beinen. Die Anzahl der zu behandelnden Venen und der Umfang der geplanten Sitzungen sind die Hauptfaktoren, die den zu zahlenden Betrag direkt beeinflussen. Diese Variabilität erklärt, warum die Preisspanne so breit sein kann.
Ist es teurer, die Behandlung zu verschieben oder gar nicht behandeln zu lassen?
Dies ist vielleicht die wichtigste Frage. Krampfadern werden von vielen lediglich als ein ästhetisches, also kosmetisches Problem betrachtet. In Wirklichkeit sind Krampfadern das sichtbare Ergebnis einer fortschreitenden Gefäßerkrankung namens „Chronische Venöse Insuffizienz“ (CVI).
Unbehandelt geht dieser Zustand über das bloße „Aussehen“ hinaus. Mit Fortschreiten des Prozesses beginnen ständige Beinschmerzen, ein Schweregefühl, am Abend zunehmende Schwellungen (Ödeme) und nächtliche Krämpfe. In weiter fortgeschrittenen Stadien verfärbt sich die Haut, verhärtet sich, und schließlich können offene, nässende, schmerzhafte Wunden entstehen – sogenannte „venöse Ulzera“, die sich über Monate oder sogar Jahre nicht schließen.
An diesem Punkt sollte der Begriff „Kosten“ in zwei Teile unterteilt werden:
- Direkte Kosten: Das für die Behandlung gezahlte Honorar.
- Indirekte Kosten: Der Preis dafür, keine Behandlung zu erhalten.
Diese oft übersehenen indirekten Kosten sind in Wahrheit viel bedeutender. Die chronische venöse Insuffizienz beeinträchtigt direkt die Lebensqualität und die Arbeitsfähigkeit. Der „Produktivitätsverlust“ – Unfähigkeit, sich aufgrund ständiger Schmerzen oder Beinbeschwerden auf die Arbeit zu konzentrieren, verringerte Effizienz oder die Notwendigkeit häufiger Krankmeldungen – stellt die größte gesellschaftliche Belastung dieser Erkrankung dar. Studien zeigen, dass allein in den USA Millionen von Arbeitstagen pro Jahr verloren gehen.
Wenn die Erkrankung zu venösen Ulzera (dem fortgeschrittensten Stadium) fortschreitet, vervielfachen sich die Kosten. Die Versorgung dieser Wunden erfordert nicht nur eine venöse Behandlung, sondern auch monatelange regelmäßige Verbände, spezialisierte Wundpflegeprodukte und manchmal zusätzliche chirurgische Eingriffe.
Fazit: Ja – in den meisten Fällen sind die Kosten einer frühzeitigen, wirksamen Behandlung mit modernen Methoden weitaus geringer als die Gesamtkosten einer jahrelangen chronischen Krankheitsbewältigung oder der Versuch, Komplikationen im Endstadium (wie Ulzera) zu behandeln.
Welche Kriterien zählen für den „Erfolg“, wenn man den Behandlungspreis bewertet?
Früher gab es nur eine Kennzahl für den „Erfolg“ der Krampfaderbehandlung: den technischen Erfolg. Mit anderen Worten: „Wurde die problematische Vene erfolgreich verschlossen oder entfernt?“ Wenn ja, galt die Behandlung als erfolgreich.
Dieser Ansatz ist heute nicht mehr gültig. Stellen Sie sich vor: Ihre Vene wurde technisch verschlossen, aber Ihre Schmerzen, Schwellungen oder Krämpfe bestehen fort. Ist das ein wirklicher Erfolg? Offensichtlich nicht.
In der modernen Medizin – genau wie von führenden gefäßchirurgischen Fachgesellschaften (z. B. SVS und AVF) betont – werden „Erfolg“ und „Wert“ heute an der Lebensqualität der Patientinnen und Patienten gemessen. Ob eine Behandlung „wertvoll“ ist, also ihren Preis rechtfertigt, wird daran gemessen, wie viel „Qualität“ sie dem Leben der Patientin/des Patienten zurückgibt.
Dies wird als „qualitätsadjustierte Lebensjahre“ (QALYs) bezeichnet. Eine Behandlung sollte nicht nur Symptome lindern, sondern auch ein hochwertiges Leben zurückgeben – frei von Schmerzen, Krämpfen und Schwellungen – und Bewegung nach Wunsch ermöglichen.
Daher sollte bei der Bewertung des Preises einer Behandlung die Frage lauten: „Wie viel ‚Lebensqualität‘ erwerbe ich im Gegenzug?“ Eine Methode, die anfangs sehr „billig“ wirkt, ist langfristig tatsächlich die „teuerste“, wenn sie Ihre Symptome nicht vollständig beseitigt oder das Problem kurz darauf wiederkehrt. Moderne ökonomische Bewertungen betrachten den Gesamtnutzen, den die Behandlung über einen Zeitraum von fünf Jahren bringt – nicht nur den Preis am Tag des Eingriffs.
Wie sollten die Preise der klassischen Operation und moderner Methoden verglichen werden?
Die größte Revolution, die die Kostenstruktur der Krampfaderbehandlung verändert hat, war der Wechsel von der klassischen Operation (Stripping) zu modernen, nicht-chirurgischen, endovenösen Methoden (Laser – EVLA, Radiofrequenz – RFA). Die Kostenstrukturen dieser beiden Ansätze sind grundverschieden.
- Klassische Operation:
Diese Methode erfordert eine Vollnarkose oder Spinalanästhesie. Über einen Schnitt in der Leiste oder hinter dem Knie wird die problematische Vene identifiziert, abgebunden und mithilfe eines „Stripper“-Drahtes herausgezogen. Es handelt sich um einen invasiven Eingriff, der Krankenhaus- und OP-Umgebung erfordert.
- Moderne Ablation (Laser/Radiofrequenz):
Bei EVLA/RFA wird die Vene nicht entfernt. Unter Ultraschallkontrolle wird eine feine Faser (Laser) oder ein Katheter (Radiofrequenz) über einen Nadeleinstich in die Vene eingeführt. Die Vene wird sanft von innen mit thermischer Energie verschlossen und anschließend vom Körper allmählich abgebaut. Dies kann in lokaler Anästhesie in einer Praxis erfolgen.
Nun zum kritischen Punkt beim Kostenvergleich. Detaillierte Kostenanalysen haben eine überraschende Tatsache gezeigt: Die direkten Verfahrenskosten moderner Methoden (d. h. die Kosten für die fortschrittliche Einmalfaser/den Einmalkatheter) können mitunter höher sein als die direkten Kosten der klassischen Operation.
Wenn moderne Methoden teurer sind, warum wurden sie dann so schnell zum globalen Standard?
Die Antwort liegt in den „indirekten“ oder „gesellschaftlichen“ Kosten – der unsichtbaren Seite der Gleichung. Wenn wir die Analyse über die Krankenhausrechnung hinaus auf die gesamte Erholungszeit der Patientin/des Patienten ausweiten, ändert sich das Bild vollständig:
Erholungszeit: Die klassische Operation erfordert aufgrund der Vollnarkose und der Art des Eingriffs eine schmerzhaftere und längere Genesung. Die Rückkehr in den normalen Alltag und zur Arbeit kann Wochen dauern.
Rückkehr zur Arbeit: Bei modernen Ablationsmethoden (Laser/RFA) verlassen Patientinnen und Patienten die Praxis unmittelbar nach dem Eingriff zu Fuß. Die Erholung verläuft sehr rasch. Büroangestellte können oft am nächsten Tag zurückkehren; körperlich Arbeitende innerhalb weniger Tage.
Wenn ökonomische Modelle diese indirekten gesellschaftlichen Kosten – „verlorene Arbeitstage“, „verminderte Produktivität“ und „verlängerte Genesung“ – einbeziehen, sind die Gesamtkosten moderner Ablationsmethoden klar niedriger als die der klassischen Operation.
Das Wesentliche ist: Das moderne Behandlungsmodell für Krampfadern ist kein Kosten-Senkungs-, sondern ein Kosten-Verschiebungsmodell. Um langfristige indirekte gesellschaftliche Kosten (Produktivitätsverlust, verlängerte Genesung) zu eliminieren, akzeptiert man strategisch eine kurzfristige direkte Verfahrenskostenlast (hochmoderne Einmalgeräte).
Was bestimmt die langfristigen Kosten einer Behandlung?
Die Gesamtkosten einer Behandlung beschränken sich nicht auf die Ausgaben am Tag des Eingriffs. Zwei Hauptfaktoren prägen die langfristige wirtschaftliche Gesamtschau: Komplikationen und Reinterventionsraten.
Kosten postoperativer Komplikationen
- Die klassische Operation (Stripping) ist inhärent invasiver und birgt daher bestimmte Risiken:
- Operationsstelleninfektion
- Hämatom (Blutansammlung an der Inzisionsstelle)
- Nervenverletzung (anhaltende Taubheit um die Inzision)
- Stärkere Schmerzen nach dem Eingriff
Jede dieser Komplikationen bedeutet zusätzliche Arztbesuche, Medikamente (z. B. Antibiotika) oder manchmal weitere Eingriffe – all dies verursacht zusätzliche Kosten. Moderne Methoden wie der Laser (EVLA) haben eine deutlich geringere Wahrscheinlichkeit solcher chirurgischer Komplikationen. Jede verhinderte Komplikation ist de facto eine direkte Kosteneinsparung.
- Haltbarkeit und Reintervention (Rezidiv) – Kosten
Wie „haltbar“ die Behandlung ist – also ob sie versagt und einen weiteren Eingriff (Reintervention) erfordert – ist der wichtigste Bestimmungsfaktor der langfristigen Kosten. Die Daten sind hier nuancierter. Große Metaanalysen zeigen, dass Laser (EVLA) und klassische Operation über einen Fünfjahres-Zeitraum sehr ähnliche Ergebnisse bezüglich Rezidivraten liefern.
Diese Erkenntnisse zeigen: Der primäre ökonomische Vorteil der modernen endovenösen Ablation (Laser/RFA) gegenüber der Operation liegt überwiegend im kurzfristigen Bereich. Diese Vorteile sind:
- Sehr schnelle Genesung
- Schnelle Rückkehr zur Arbeit (geringere gesellschaftliche Kosten)
- Weniger Komplikationen nach dem Eingriff
Hinsichtlich der langfristigen Haltbarkeit sind – bei korrekter Durchführung – sowohl moderne Methoden als auch die klassische Operation ähnlich erfolgreich. Das unterstreicht, wie entscheidend eine fachgerechte und präzise Durchführung moderner Methoden ist, um ihre kurzfristigen Vorteile nicht zu verspielen.
Welche Preisunterschiede gibt es innerhalb der nicht-chirurgischen Methoden selbst?
„Nicht-chirurgische Behandlung“ ist keine einzelne Methode, sondern eine Familie von Techniken mit unterschiedlichen Technologien, Vorteilen und daher unterschiedlichen Kostenstrukturen.
- Laser (EVLA) und Radiofrequenz (RFA) – thermische Methoden
Unter den aktuellen Behandlungen gelten sie als „Goldstandard“ und Referenzpunkt in ökonomischen Analysen. In umfassenden Fünfjahres-Kosten-Effektivitäts-Modellen wird der Laser (EVLA) konsistent als die kosteneffektivste Option identifiziert (d. h. er liefert für das eingesetzte Geld die besten Langzeitergebnisse und die höchste Lebensqualität). Radiofrequenz (RFA) liegt typischerweise „sehr knapp dahinter“. Die Hauptelemente, die ihre Kosten bestimmen, sind:
- Investitionsgüter (Laser- oder RFA-Generator)
Einmalfaser oder -katheter pro Patientin/Patient
Tumeszenzanästhesie (die um die Vene infundierte Lokalanästhesieflüssigkeit)
Adhäsiv (Cyanoacrylat-Verschluss – CAE) – nicht-thermische Methode. Ihr größter Vorteil ist, dass keine „Tumeszenzanästhesie“ erforderlich ist (d. h. keine großvolumigen Flüssigkeitsinjektionen um die Vene). Dies verkürzt die Eingriffszeit und eliminiert das (ohnehin sehr geringe) Risiko wärmebedingter Nervenverletzungen vollständig. In unserem Land ist sie kostengünstiger.
- Schaumtherapie (ultraschallgestützte Schaumsklerotherapie – UGFS)
Die Schaumtherapie hat ein völlig anderes ökonomisches Profil.
Kostenvorteil: Die anfänglichen Verfahrenskosten (vor allem Zeit der Behandlerin/des Behandlers, Ultraschall und das aufgeschäumte Mittel) können niedriger sein als bei allen anderen Methoden – sie wirkt „günstig“.
Kosten-Nachteil: Ihr primärer ökonomischer Nachteil ist eine deutlich höhere Reinterventions- (Rezidiv-)Rate im Vergleich zu allen anderen Verfahren. Die behandelte Vene hat eine höhere Wahrscheinlichkeit der Wiedereröffnung (Rekanalisation), und die Erkrankung neigt eher zur Wiederkehr.
Position in der Kosteneffektivität: Diese höheren Rezidivraten führen dazu, dass die anfänglichen Kosteneinsparungen im Zeitverlauf verloren gehen. Folglich gilt die Schaumtherapie in Fünfjahres-Modellen nicht als kosteneffektive Option.
Welche Kern-Prozedurkosten beeinflussen den Behandlungspreis?
Der für eine Behandlung genannte Preis ist tatsächlich ein Paket aus mehreren Leistungen. Drei technische Hauptkomponenten beeinflussen die Gesamtkosten: Anästhesie, Setting und verwendete Materialien.
Auswirkung der Anästhesiewahl auf den Preis
Dies ist einer der größten Kostentreiber.
- Vollnarkose (oder Spinalanästhesie): Bei der klassischen Operation zwingend erforderlich. Sie erhöht die Kosten erheblich.
- Kostentreiber sind u. a.:
- Honorare der Anästhesistin/des Anästhesisten und des Teams
- Kostenintensive Anästhetika
- Obligate Überwachung und Personal in der Aufwach-/Überwachungseinheit (PACU)
Lokalanästhesie (und Tumeszenzanästhesie): Standard bei modernen Methoden (Laser, RFA). Sie senkt die Gesamtkosten, indem sie PACU-Zeit und Anästhesieteam-Kosten eliminiert.
Auswirkung des Behandlungssettings (Krankenhaus/Praxis) auf den Preis
Dies korreliert direkt mit der Art der Anästhesie.
Krankenhaus-OP: Eingriffe, die eine Vollnarkose erfordern (klassische Operation), müssen hier durchgeführt werden. Krankenhäuser haben sehr hohe Gemeinkosten. OP-Nutzungsgebühren, stationäre Zimmerkosten und umfangreicheres Personal schlagen sich in der Rechnung nieder.
Praxis/Ambulantes Zentrum: Moderne Methoden (Laser, RFA, Adhäsiv), die unter Lokalanästhesie durchgeführt werden können, lassen sich sicher in Praxis- oder Ambulanz-Settings durchführen. Das eliminiert krankenhausspezifische Gemeinkosten (OP-Miete, Bettgebühren etc.) und optimiert die Gesamtkosten deutlich.
Auswirkung von Einmal-Medizinprodukten auf den Preis
Die Kostenstruktur moderner Krampfadertherapie hängt von Hochtechnologie ab. Der primäre Bestandteil der Verfahrenskosten sind „Single-Use-Device“-(SUD-)Verbrauchsmaterialien.
- Laserfaser für EVLA
- RFA-Katheter für Radiofrequenz
- Spezial-Applikationsset für den Adhäsivverschluss
Die grundlegende ökonomische Logik moderner venöser Intervention ist ein Trade-off: Die/der Spezialist:in akzeptiert strategisch eine hohe, fixe Kostenlast für fortschrittliche Einmaltechnologie, um hohe, variable Krankenhaus-/Vollnarkose-/PACU-Kosten zu eliminieren.
Wie beeinflusst der Zustand der Patientin/des Patienten (Schwere der Krampfadern) den Preis?
Die Behandlungskosten sind kein einheitlicher Festpreis für alle, sondern variieren direkt mit der Komplexität des individuellen Befunds. Zur Einordnung dieser Komplexität dient das internationale CEAP-System (Clinical–Etiological–Anatomical–Pathophysiological).
Innerhalb dieser Klassifikation ist der „C“-(Clinical-)Score (von C0 bis C6) der primäre Bestimmungsfaktor für den Ressourcenbedarf – und damit für den Preis.
- Stadium C2: Sichtbare Krampfadern am Bein. Die meisten Kosten-Effektivitäts-Studien basieren auf dieser Gruppe. Eine Standard-Laser/RFA-Behandlung wird geplant.
- Stadium C6: Der fortgeschrittenste Zustand mit einem aktiven venösen Ulkus.
- Die Behandlung einer C6-Patientin/eines C6-Patienten (mit Ulkus) ist weitaus komplexer und kostspieliger als die Behandlung einer C2-Patientin/eines C2-Patienten (nur sichtbare Varizen), da C6 neben der endovenösen Ablation (z. B. Laser) meist zusätzliche, über Monate laufende Therapien erfordert.
Diese zusätzlichen Kostenelemente umfassen:
- Regelmäßige und häufige Wundversorgung
- Fortgeschrittene Wundpflegeprodukte und Verbände
- Zusätzliche Eingriffe zur chirurgischen Wunddébridement
Verändern Zusatzverfahren für sichtbare Oberflächenvenen die Kosten?
Ja – dies ist einer der wichtigsten Faktoren, die die Gesamtkosten bestimmen.
Moderne Ablationsmethoden (Laser, Radiofrequenz, Adhäsiv) sind primär darauf ausgelegt, den axialen Reflux – die Ursache des Problems (die große oberflächliche Stammvene) – zu behandeln. Diese Verfahren korrigieren den Klappenfehler und stoppen den Rückfluss.
Sie lassen jedoch die geschlängelten, vorgewölbten Oberflächenäste (variköse Seitenäste) unmittelbar unter der Haut nicht „magisch“ verschwinden.
Daher erfordert eine vollständige Behandlung (Quelle und Erscheinungsbild) in der Regel zusätzliche Verfahren, um auch diese sichtbaren Venen zu entfernen oder zu eliminieren.
- Ambulante Phlebektomie (AP): Unter Lokalanästhesie werden vorgewölbte Venen über winzige (1–2 mm) Hautöffnungen mit Spezialinstrumenten entfernt.
- Adjunktive Sklerotherapie: Für verbleibende kleinere Teleangiektasien oder retikuläre Venen können Schaum- oder Flüssigsklerosierungen (Injektionen) erforderlich sein.
Zusammengefasst: Der Gesamtressourcenbedarf ist meist ein Behandlungspaket. Die Preisgestaltung sollte nicht nur die Kosten für den Verschluss der Stammvene umfassen, sondern auch die Kosten etwaiger Zusatzverfahren (Phlebektomie oder Sklerotherapie), die die individuelle Anatomie erfordert.
Wie wird der Preis für die Behandlung beider Beine kalkuliert?
Die venöse Insuffizienz – also die Krampfadererkrankung – ist häufig beidseitig, nicht einseitig. Das stellt die/den Behandelnde:n und die Patientin/den Patienten vor eine wichtige Ressourcen-Entscheidung: beide Beine in einer einzigen Sitzung (simultan) oder in zwei getrennten Sitzungen (gestuft) behandeln?
- Gestufte Behandlung: Zuerst wird ein Bein behandelt, und nach einiger Zeit (einige Wochen oder Monate) wird ein zweiter Eingriff für das andere Bein geplant. Das kann zwei getrennte Eingriffstage, zwei getrennte Vorbereitungsschritte, zwei getrennte Erholungsphasen und potenziell doppelte Verbrauchskosten bedeuten (z. B. zwei separate Laserfasern). Die Eingriffszeit pro Sitzung ist kürzer, und die unmittelbare Phase nach dem Eingriff ist komfortabler.
- Simultane Behandlung: Beide Beine werden in derselben Sitzung, bei einem einzigen Besuch, behandelt.
Aus Sicht der Ressourceneffizienz und der Gesamtkosten ist die gleichzeitige Behandlung beider Beine häufig kostengünstiger. Ein einziger Besuch, eine einzige Vorbereitungsphase und – je nach verwendeter Technologie – mitunter Einsparungen bei Verbrauchsmaterialien können erreicht werden. Nachteile sind jedoch die längere Eingriffszeit, die erschwerte Mobilisation unmittelbar nach dem Eingriff mit beidseitiger Bandagierung sowie ein potenziell erhöhtes Thromboserisiko.

Op. Dr. İlker Zan ist ein Herz- und Gefäßchirurg, der seit vielen Jahren auf Gefäßerkrankungen und Phlebologie (Krampfadern- und Venenerkrankungen) spezialisiert ist. Zwischen 1995 und 2001 studierte er an der Medizinischen Fakultät der Universität Gaziantep und schloss anschließend seine Facharztausbildung für Herz- und Gefäßchirurgie am Krankenhaus der Medizinischen Fakultät der Universität Dicle ab. Seit 2011 gehört er mit der Anwendung von minimal-invasiven (endovenösen) Krampfaderbehandlungen zu den Pionieren auf diesem Gebiet in der Türkei.
Im Jahr 2019 gründete er in Alanya die Dr. Zan Varis Klinik und brachte damit moderne phlebologische Behandlungskonzepte in die Region. Seit 2025 setzt er seine Tätigkeit in seiner neuen Klinik in Antalya fort. In seiner Praxis erstellt er für jeden Patienten individuelle Diagnose- und Behandlungspläne und bietet mit Methoden wie endovenöser Lasertherapie (EVLT), Radiofrequenz-(RF-)Ablation, Schaumtherapie, Sklerotherapie, CLACS und echosklerotherapie minimal-invasive Lösungen, die eine schmerzarme, narbenfreie Behandlung und eine kurze Erholungszeit ermöglichen.
Dr. Zan betrachtet Krampfadern nicht nur als ein ästhetisches Problem, sondern als eine ernstzunehmende Gefäßerkrankung. Mit einem wissenschaftlichen, ethischen und patientenorientierten Ansatz verfolgt er das Ziel, die Lebensqualität seiner Patienten zu verbessern. Als Mitglied der Nationalen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und der European Society for Vascular Surgery (ESVS) bietet er Behandlungen nach internationalen Standards an.

